1686 ging das Lehen auf Joachim Ernst von Grumbkow, einem brandenburgischen General, Staatsminister und Hofmarschall. Die Familie von Grumbkow kümmerte sich nur wenig um Karow. In der Folge verfielen die Gebäude und das Rittergut wurde mit Schulden belastet. 1708 kaufte Marquard Ludwig von Printzen für die Summe von 27.000 Taler das Gut Karow. Da dieses mit 21.680 Talern belastet war und von Printzen diese Schuldlast übernahm, musste er lediglich 5.320 Taler an von Grumbkow zahlen. Marquardt Ludwig von Printzen ließ auf dem Fundament eines Vorgängerbaus das barocke Gutshaus bauen.

1773 starb Friedrich Wilhelm von Printzen, Sohn von Marquardt Ludwig, worauf dessen Tochter Elisabeth Sophie Karow mit allem Besitz erbte. Diese war mit Wilhelm Friedrich von Wartensleben verheiratet. Im Jahr 1793 wurde das Rittergut auf den gemeinsamen Sohn Ludwig Christian von Wartensleben übertragen, der dieses in vierzig Jahren einerseits von einer bedeutenden Schuldenlast befreite und andererseits das Gutshaus ausbauen und einen Gutspark und Alleen anlegen ließ.

Um 1810 wurde nördlich des Guts- oder Herrenhauses ein Gutsgebäude auf einem aus Feldsteinen bestehenden Fundament eines Vorgängergebäudes errichtet. Von 1833 bis 1886 war Gustav Ludwig von Wartensleben Besitzer der Gutes Karow. Unter ihm wurde gegen 1840 eine Brennerei ebenfalls auf Feldsteinfundament an das nördliche Gutsgebäude angebaut. Die Brennerei wurde als frühes neugotisches Bauwerk errichtet. 1886 erbte Hermann Alexander von Wartensleben das Rittergut und hielt es bis 1921. Ihm zu Ehren wurde im Ehrenhof des Gutshauses ein Obelisk errichtet. Er war Träger des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler und Kommendator des Johanniterordens. Letzter Besitzer aus der Familie von Wartensleben war schließlich Friedrich Wilhelm von Wartensleben (1873–1954), seit 1774 im Besitz der genannten Vorfahren, vormals Familienfideikommiss.Diesem wurde nach dem Zweiten Weltkrieg das Gutshaus samt Ländereien im Zuge der Bodenreform durch die sowjetische Verwaltung enteignet.

Es folgte ab 1951 zunächst die Nutzung des Gutshauses als Schulhaus. 1955 bis 1957 wurde das Gebäude umfassend baulich verändert. Die Seitenflügel wurden teilweise abgerissen und der mittlere Flügel entkernt. Die vormalige Innenausstattung ging im Zuge dessen weitgehend verloren. Später wurde das Gutshaus als Jugendclub und Kindergarten genutzt.

Mitte der 2000er Jahre erwarben Birgit und Heinrich Baumgärtel das Gutshaus und Anwesen und mehrere Nebengebäude. Seither wurden umfangreiche und wiederherstellende Sanierungsmaßnahmen vorgenommen. Diese wurde vorrangig mit privaten Mitteln, teilweise aber auch mit Geldern des Landes und der Europäischen Union gefördert. So wurde beispielsweise der östliche Seitenflügel an historischen Vorbild orientiert wieder hergestellt. Eine Dachsanierung erfolgte am Herrenhaus, eine Laterne wurde wieder aufgesetzt, am ehemaligen Kuhstall und der alten Brennerei.Im Gutshaus befinden sich neben der Wohnung des Besitzers Mietwohnungen und ein Kindergarten. Die Sanierung wird weiter betrieben.

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der Rittergüter im Jerichower Land
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